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Fachwerkstatt muss auf Rückrufaktion hinweisen



Ein Autovertragshändler muss sich über Rückrufaktionen eines Fahrzeugherstellers der von ihm verriebenen Kfz-Modelle informieren und seine Kunden bei Inspektionsarbeiten auf eine für die Verkehrssicherheit ihres Fahrzeugs bedeutsame Rückrufaktion und die insoweit gebotenen Reparaturen hinweisen. Diese Verpflichtung besteht nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm auch für eine "autorisierte Service-Fachwerkstatt für Kraftfahrzeuge der Marke Dodge". Dabei spielt es keine Rolle, dass es sich bei dem gewarteten Fahrzeug um einen sogenannten "Grauimport" handelt. Tritt infolge des unterbliebenen Hinweises auf die Gefahr einer gelockerten Getriebeschraube ein massiver Fahrzeugschaden ein, ist die Werkstatt zum Ersatz des Schadens verpflichtet.

Urteil des OLG Hamm vom 08.02.2017
12 U 101/16
BB 2017, 962