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Kollision bei Begrenzung der zulässigen Fahrzeugbreite auf einem verengten Fahrstreifen



Streift ein Lkw beim Überfahren der Mittellinie einen auf der Nachbarspur fahrenden, jedoch für die auf 2,00 Meter Fahrzeugbreite beschränkte Nachbarspur zu breiten Pkw (hier 2,06 Meter), ist die Haftungsquote des Lkws in der Regel höher als die des Pkws. Das Amtsgericht Brandenburg ging von einer Haftung des Halters des Lkws von 60 Prozent aus.

Hinweis: Bei der Bemessung der für das Befahren einer verengten Fahrspur maximal zulässigen Fahrzeugbreite sind zu den entsprechende Angaben in den Fahrzeugpapieren die dort nicht berücksichtigten Seitenspiegel des Fahrzeugs hinzuzurechnen.

Urteil des AG Brandenburg vom 13.01.2017
31 C 71/16
jurisPR-VerkR 12/2017 Anm. 3