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Samenbank muss Spender benennen



Das Amtsgericht Wedding hat den Betreiber einer Samenbank dazu verurteilt, einem minderjährigen Kind, das durch seine rechtliche Eltern vertreten wurde, Auskunft über die Identität eines Samenspenders zu geben, d.h. alle relevanten Daten wie Namen, Geburtsdatum, Personalausweisnummer und Anschrift zum Zeitpunkt der Samenspende zu nennen. Das Gericht maß dem Informationsrecht des Kindes eine höhere Bedeutung zu als dem Interesse der Samenbank, die Anonymität der Spender zu wahren. Das Alter des Kindes spielt hierbei keine Rolle. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Urteil des AG Wedding vom 27.04.2017
13 C 259/16
Wirtschaftswoche Heft 20/2017, Seite 87