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Kürzung des Arbeitslosengeldes bei nicht nachgewiesener Bewerbung



Ein arbeitsloser Leistungsempfänger muss im Streifall beweisen, dass er sich auf eine vom Jobcenter vorgeschlagene Stelle beworben hat. Ansonsten droht ihm eine Leistungskürzung des Arbeitslosengeldes. In dem vom Sozialgericht Landshut entschiedenen Fall hatte der Hartz-IV-Empfänger behauptet, er habe ein Bewerbungsschreiben an den betreffenden Arbeitgeber geschickt. Der Betrieb gab demgegenüber glaubhaft an, keine Bewerbung erhalten zu haben. Daraufhin kürzte das Jobcenter das Arbeitslosengeld II um 30 Prozent.

Urteil des SG Landshut vom 18.04.2017
S 7 AS 465/16
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