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Zweigstelle eines Urologen in der Nachbarstadt



Nach der Zulassungsverordnung für Vertragsärzte ist die Errichtung einer Zweigpraxis ausnahmsweise nur dann zulässig, wenn "dies die Versorgung der Versicherten an den weiteren Orten" verbessert. Einen solchen Fall nahm das Sozialgericht München bei einem Urologen an, der zusammen mit seinen Partnern bei der Kassenärztlichen Vereinigung die Genehmigung einer Filiale in der Nachbarstadt beantragte, in der es keinen niedergelassenen Urologen gab. Das Angebot urologischer Leistungen führte in der Nachbarstadt zu einer substanziellen Verbesserung der Versorgung der Versicherten, da sie zukünftig urologische Leistungen direkt vor Ort in Anspruch nehmen konnten und nicht erst neun Kilometer in die nächste urologische Praxis fahren mussten. Die zuständige Kassenärztliche Vereinigung hat somit die Genehmigung einer Filiale in der Nachbarstadt zu erteilen.

Beschluss des SG München vom 03.02.2017
S 28 KA 1/17 ER
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