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Ladung zur Gesellschafterversammlung durch fristgerechte E-Mail und versp├Ątetes Einschreiben



Wird ein Gesellschafter durch eine Ladung per E-Mail rechtzeitig ├╝ber Ort und Zeit der Gesellschafterversammlung sowie ├╝ber die Tagesordnung in Kenntnis gesetzt und ist er dadurch in die Lage versetzt worden, an der Versammlung teilzunehmen und seine Teilhaberechte auszu├╝ben, f├╝hrt ein anschlie├čend nicht mehr fristgerechter Zugang einer schriftlichen Ladung mittels Einschreiben nicht zu einer Nichtigkeit der auf dieser Versammlung gefassten Beschl├╝sse.

Eine Anfechtbarkeit der Beschl├╝sse ist in einem derartigen Fall nur m├Âglich, wenn der Gesellschafter nachweist, durch die fehlerhafte Ladung selbst in seinem Partizipationsinteresse beeintr├Ąchtigt worden zu sein. Die Beeintr├Ąchtigung fremder Partizipationsinteressen eines oder mehrerer Mitgesellschafter scheidet daher als Anfechtungsgrund aus.

Urteil des OLG Stuttgart vom 27.06.2018
14 U 33/17
GmbHR 2019, 67