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Nachträglicher Versorgungsausgleich nach rechtskräftiger Auslandsscheidung



Ein Ehegatte kann nach einer rechtskräftigen Auslandsscheidung nachträglich die Durchführung des Versorgungsausgleichs nach deutschem Recht verlangen, wenn die Ehegatten während der Ehezeit Rentenanwartschaften in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung erworben haben. Dem steht nicht entgegen, dass der Antrag auf nachträgliche Durchführung des Versorgungsausgleichs erst fünf Jahre nach Rechtskraft der Scheidung gestellt wurde. Der Ausgleichsanspruch unterliegt nach Auffassung des Saarländischen Oberlandesgerichts nämlich weder der Verjährung noch der Verwirkung durch Zeitablauf.

Beschluss des Saarländischen OLG vom 19.02.2018
6 UF 11/18
FamRZ 2018, 1075