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Verbrennung eines Klinikpatienten durch heißen Tee



Einem im Krankenbett Liegenden, der versucht, sich halb liegend Tee einzuschenken und sich dabei verbrüht, steht kein Anspruch auf Schmerzensgeld gegen die Klinik zu. Der Krankenhauspatient hatte behauptet, die Teekanne sei glitschig und der Deckel defekt gewesen, sodass sich der heiße Tee beim Versuch, diesen in die Tasse einzuschenken, über ihn ergoss und Verbrühungen an der Hüfte verursachte. Er habe sich wegen einer Fixierung seines Beins nicht aufrichten können. Das Amtsgericht München sah die Behauptungen des Patienten nicht als erwiesen an. Im Übrigen hätte er abwarten können, bis die kurzzeitige Fixierung des Beins wieder beseitigt worden wäre oder fremde Hilfe in Anspruch nehmen können.

Urteil des AG München vom 30.01.2019
122 C 6558/18
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