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Auch wertlos gewordene Aktien zählen als Verlust



Ein Privatanleger kann einen Verlust aus einem Aktiengeschäft auch dann steuermindernd geltend machen, wenn er die nach dem Gesetz vorgeschriebene Steuerbescheinigung nicht vorlegen kann. In dem vom Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschiedenen Fall war die Aktiengesellschaft in den USA in Insolvenz geraten, worauf die Depotbank die Aktien als wertlos ausbuchte. Hat der Anleger - wie in diesem Fall - die Aktien nicht verkauft, ist er folglich auch nicht in der Lage, eine Steuerbescheinigung vorzulegen. Er ist daher nicht anders zu behandeln, als wenn er die wertlosen Aktien abgestoßen hätte.

Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 12.12.2018
2 K 1952/16 (nicht rechtskräftig)
BB 2019, 611