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Absagen zur Betriebsfeier f├╝hren nicht zur Steuerpflicht der Teilnehmer



Aufwendungen des Arbeitgebers aus Anlass einer Betriebsveranstaltung unterliegen nur dann nicht der Lohnsteuerpflicht, wenn die Freigrenze von 110 Euro je teilnehmenden Arbeitnehmer nicht ├╝berschritten wird. Selbst bei einer nur geringf├╝gigen ├ťberschreitung ist dann der gesamte Betrag zu versteuern.

F├╝r das Finanzgericht K├Âln ist bei der Ermittlung des Umfangs der lohnsteuerpflichtigen Zuwendungen, die Arbeitnehmern im Rahmen einer Betriebsveranstaltung (hier: Weihnachtsfeier in Form eines gemeinsamen Kochkurses) gew├Ąhrt werden, auf die Anzahl der angemeldeten Arbeitnehmer abzustellen und nicht auf die Anzahl der tats├Ąchlich teilnehmenden Personen. Daher ist es unsch├Ądlich, wenn der Prokopfanteil der Zuwendung durch mehrere Absagen die 110-Euro-Grenze ├╝bersteigt. Denn die teilnehmenden Arbeitnehmer haben keinerlei zus├Ątzliche Vorteile durch die Absage der zu der Veranstaltung angemeldeten Kollegen.

Urteil des FG K├Âln vom 27.06.2018
3 K 870/17
DStR 2018, 2199