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Untersagung der Hundehaltung in Mietwohnung nur aus gewichtigen Gr├╝nden



Ein Vermieter darf die mietvertragliche Genehmigung f├╝r die Haltung eines Hundes in der Mietwohnung nur aus wichtigen Gr├╝nden versagen. Eine Ablehnung ist daher nur zul├Ąssig, wenn ausreichend konkrete Anhaltspunkte f├╝r eine zu erwartende unzumutbare Bel├Ąstigung vorliegen.

Das Amtsgericht M├╝nchen h├Ąlt bei artgerechter Haltung, d.h., wenn der Hund ausreichend Ausgang erh├Ąlt, richtig erzogen ist und nicht wiederholt l├Ąngere Zeiten allein in der Wohnung gelassen wird, nicht durch verst├Ąrktes Jaulen oder Gebell auf sich aufmerksam macht oder gro├čen Schaden an der Wohnung anrichtet und die Mieter zudem zugesagt haben, eine entsprechende Versicherung abzuschlie├čen, ein Verbot f├╝r unzul├Ąssig. Dabei wurde vom Gericht auch ber├╝cksichtigt, dass die klagenden Mieter nicht, wie es Mieter bisweilen handhaben, einfach ungefragt einen Hund erworben haben und nachtr├Ąglich ├╝ber die Genehmigung streiten, sondern sich bereits lange um die Zustimmung der Vermieter bem├╝hten und sich von einer Hundetrainerin bei der Auswahl eines f├╝r die Haltung in einer Mietwohnung geeigneten Hundes unterst├╝tzen lie├čen.

Urteil des AG M├╝nchen vom 03.08.2018
411 C 976/18
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