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Kaskoversicherung: Leistungsfreiheit bei Ausweichen vor einem Fuchs in alkoholisiertem Zustand



"Ich bremse auch f├╝r Tiere." Diese an manchen Fahrzeughecks vernehmbare Absichtserkl├Ąrung ist unter Tierschutzgesichtspunkten durchaus lobenswert. Die konsequente Umsetzung auch bei Kleintieren kann einem Autofahrer aber teuer zu stehen kommen, wie ein vom Landgericht Saarbr├╝cken entschiedener Fall zeigt.

Kommt es infolge eines Ausweichman├Âvers, das ein Pkw-Fahrer einleitet, um auf der Landstra├če einem Fuchs auszuweichen, zu einem Verkehrsunfall und zu einer Besch├Ądigung des Fahrzeugs, so kann die Kaskoversicherung eine Leistungsk├╝rzung vornehmen. Bei der H├Âhe spielt auch die Gr├Â├če des Pkws - hier ein SUV - und das damit einhergehende Schadensrisiko bei der Kollision mit dem Fuchs eine Rolle. Kommt hinzu, dass der Fahrer den Versicherungsfall dadurch grob fahrl├Ąssig herbeigef├╝hrt hat, dass er mit seinem Fahrzeug trotz absoluter Fahrunt├╝chtigkeit (hier: Blutalkoholkonzentration von 1,57 Promille) am Stra├čenverkehr teilgenommen hat, rechtfertigt dies sogar eine Leistungsreduzierung auf Null.

Urteil des LG Saarbr├╝cken vom 06.09.2018
14 O 162/17
RuS 2019, 84