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Haftung bei Betreten eines Hotelaufzugs mit einem angeleinten Hund



Ein Hotelgast betrat mit seinem angeleinten Dackel den Aufzug. Dabei hielt er die Leine so lange, dass die AufzugtĂŒren schlossen, bevor der Hund in den Lift gelangt war. Um Schlimmeres fĂŒr das Tier zu verhindern, betĂ€tigte das Herrchen den Nothalt des Aufzugs, wodurch ein Schaden in Höhe von 580 Euro entstand. Nach EinschĂ€tzung des Amtsgerichts Bremen hĂ€tte der Hundehalter dafĂŒr Sorge tragen mĂŒssen, dass sein Hund unmittelbar mit ihm die Lichtschranke der AufzugstĂŒren passiert und nicht erst nach ihm an einer lĂ€ngeren Leine. Letztlich musste er jedoch nur die HĂ€lfte des angerichteten Schadens tragen, da die Lichtschranken, nicht dem neuesten Stand der Technik entsprachen, wodurch ein vorschnelles Schließen der TĂŒren hĂ€tte verhindert werden können.

Urteil des AG Bremen vom 06.02.2019
19 C 242/17
NJW-RR 2019, 346