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Sozialgericht muss Schreibfehler auch bei Differenz von 8 Cent berichtigen



Das Sozialgerichtsgesetz sieht bei Berichtigungsbeschl├╝ssen keine Wirtschaftlichkeitspr├╝fung vor. Dies bedeutet in der Praxis, dass ein Verfahrensbeteiligter eine Berichtigung einer fehlerhaften Sozialgerichtsentscheidung auch bei Kleinstbetr├Ągen verlangen kann. In dem vom Sozialgericht Dresden entschiedenen Fall wies eine Entscheidung des Sozialgerichts einen Schreibfehler zulasten einer Krankenkasse in H├Âhe von 8 Cent auf, der nun berichtigt werden muss. F├╝r das Gericht war ohne Bedeutung, dass durch das Verfahren nicht unerhebliche Ressourcen der ohnehin schon ├╝berlasteten Sozialgerichte aufgewendet werden m├╝ssen, um der Krankenkasse eine versehentliche ├ťberzahlung von 8 Cent zu ersparen.

Beschluss des SG Dresden vom 18.02.2019
S 18 SF 350/16
Welt der Krankenversicherung 2019, 92