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Unfallschaden: Verweisung auf g√ľnstigere Reparaturm√∂glichkeit



Bei fiktiver Abrechnung der Reparaturkosten nach einem Verkehrsunfall durch ein Sachverst√§ndigengutachten muss sich der Gesch√§digte, der m√ľhelos eine ohne Weiteres zug√§ngliche g√ľnstigere und gleichwertige Reparaturm√∂glichkeit gehabt h√§tte, von der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers auf die g√ľnstigere Reparaturm√∂glichkeit verweisen lassen.

Dies gilt f√ľr den Bundesgerichtshof auch dann, wenn der Reparaturkostenkalkulation des Sachverst√§ndigen bereits mittlere orts√ľbliche S√§tze nicht markengebundener Fachwerkst√§tten zugrunde liegen. Denn es kann keinen Unterschied machen, ob im Privatgutachten von durchschnittlichen regionalen Stundenverrechnungss√§tzen markengebundener oder freier Fachwerkst√§tten ausgegangen worden ist.

Urteil des BGH vom 25.09.2018
VI ZR 65/18
VersR 2019, 120